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Kovalam war Klasse. 2 Tage relaxen an einem tollen Strand und tollem Wellengang im warmen Ozean, das ganze bei einer Hitze, die Sonnenschutzfaktor 50 und eine Flucht aus der Mittagshitze notwendig gemacht hat. Einfach toll.
Von dort aus starteten wir gestern morgen, um um 10 Uhr morgens unseren Zug von Thiruvananthapuram nach Goa zu nehmen. Die indische Bahn ist meist sehr puenktlich, und sie fuhr auch in unserem fall puenktlich los und lieferte uns recht genau 20 Stunden und ca. 750 km spaeter in Goa ab.

Bahnfahren ist hier ein Erlebnis fuer sich. Die Zuege sind ewig lang und es gibt verschiedene Klassen. Wir entschieden uns fuer die Sleeper Class ohne Air Condition. Bahnfahren ist hier DIE art zu Reisen, vor allem fuer die Inder selbst, weil es sehr billig ist - die Zugfahrt kostete uns pro Person etwa 430 Rupien, also um 7-8 Euro herum. Dementsprechend sind die Zuege, gerade auf Langstrecken, sehr voll, so dass wir froh waren, dass wir unsere Sitzplaetze vorher reserviert hatten. Das war auch rehct problemlos. Jetzt stelle man sich dort die Geraeuschkulisse vor: Leute, die sich unterhalten, Leute, die singen, Kinder, die schreien, Verkaeufer, die ihre Waren im Zug anpreisen, Bettler, die um Geld betteln....ein grosses akustisches Chaos. Nichtsdestotrotz ist die Reise weitestgehend angenehm: Die Verkaeufer sind alle lizensiert und verkaufen lautstark durch den Zug wandernd jede Minute etwas anderes: Chai (Tee), Kaffee, Masala-Chai, verschiedenes Gebaeck, eine Art Gemuesefrikadellen, Kaltgetraenke....fast alles. Auf den Bahnhoefen stroemen dann noch die lokalen verkaeufer fuer die Dauer des halts durch den Zug um Buecher, Zeitschriften und anderes an den Mann zu bringen.

Nachts kann man einige Baenke hochklappen, so dass letztendlich fuer jeden Sitzplatz auch ein Schlafplatz existiert. Wirklich schlafen war fuer uns allerdings nicht angesagt: Einerseits hatten wir durch unsere Gepaeckmassen einen Schlafplatz zu wenig, was Daniela schliesslich um 3 Uhr auf die Suche nach einem anderen freien Platz trieb, zum anderen war da immer noch das Geschaukel, die Geraeuschkulisse, die voll laufenden Ventilatoren direkt ueber dem Bett...letztendlich sind wir also recht muede, aber gluecklich (und dreckig heute morgen angekommen.

Auf der Reise entschieden wir uns dann nach Danielas Reisefuehrer "Lonely Planet" (_sehr_ zu empfehlen) fuer Benaulim Beach, da es ausserhalb der riesigen Touristenressorts wie Anjuna liegt, trotzdem direkt am Ozean und die Fortbewegung in einem kleinen Bundesstaat wie Goa kein Problem darstellt. Also sind wir hier jetzt in einem recht kleinen Hotel (naja, besser in Zimmern) untergekommen, die sehr bezahlbar und dennoch sehr schoen sind und direkt am Strand liegen (Fotos gibts leider erst nach meiner Rueckkehr, hier ist mal wieder eine etwas schlechte Leitung und so...).

Goa ist fuer uns der echte Urlaubsteil der Reise: Wir sind komplett ohne Begleiter, es ist Sommer, Strand und Palmen.
Mit dem Ergebnis, dass wir bereits direkt nachdem wir unsere Sachen auf dem Zimmer hatten heute morgen schwimmen gegangen sind, unser erstes Bierchen zum Fruehstueck getrunken haben und mit Klamotten- und Schmuckverkaeufern gefeilscht haben. (Ich erlaube mir an dieser Stelle, Daniela gleich zweifach zu zitieren:

1. "Hach, Kinners, es ist 1 Uhr nachmittags, ich hab 3 Promille und sitz am Strand in Goa, das Leben koennte schlechter sein"

2. (in der Verhandlung mit einem Verkaeufer) "I like you, I like your family, I like your wife and I even like your Grandmothers feet - now make a good price for that" )

Jetzt ist es kurz nach 18 Uhr und wir gehen gleich abendessen und den Rest des Abends geniessen.

Achja, noch kurz einige Meldung aus indischen Zeitungen und Zeitschriften, die wir hier gelesen haben:

"Elefant toetet versehentlich seinen halter, als dieser das vorgeschriebene Ruecklicht fuer das Tempelfest an dem Tier anbringen wollte"

"Hyaenen ueberfallen Dorf, mehrere Verletzte"

und schliesslich ein Glossar, in dem sich die Schreiberin humoristisch das schlehcte internationale Abschneiden indischer Sportler zu erklaeren versuchte:

"Es liegt halt an den Genen, dass wir Inder im Durchschnitt 33% Koerperfett haben. Und wie wir alle in der Schule gelernt haben, besteht der Mensch zu etwa 70% aus Wasser. Wenn wir jetzt also zu 103% aus Fett und Wasser bestehen, dann bleibt eben kein Platz fuer Muskeln...."

So, ich hab jetzt Hunger - schoene Gruese nach Deutschland von uns allen und bis zum naechsten Mal :-)
21.3.05 13:52
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Janine (21.3.05 17:50)
Zu Punkt 1.) : DAS IST FOLTER! So einen Satz wie den kannst du uns doch nicht antun!!!!!

Ansonsten: klingt echt lustig da! Ach ja: neben Gewürzen kannste mir auch Tee mitbringen, Seb :-)

Und spar schon mal... würde über Pfingsten gern zum Gardasee fahren und suche noch Mitfahrer!

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