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Das Reinfeiern war toll, da haben die Leute sich richtig was ausgedacht: Essen am Strand, 10 Meter von den Wellen entfernt, mit Lagerfeuer, Feuerwerk, Cocktails...wirklich richtig schoen. Ich danke euch dafuer :-)
Goa war ansonsten genau das, was wir erwartet haben, naemlich einfach nett zum Strand, Sonne und Meer geniessen, daher natuerlich von vielen Touris bereist. Aber schoen wars auf jeden Fall.

Gestern nach einem letzten Bad im Ozean dann die Fahrt zum Flughafen und der voellig problemlose Flug von Goa nach Delhi, hier dann direkt zu unserer Unterkunft. Da es schon recht spaet war, haben wir dann auch nicht mehr viel gemacht.

Leider hat sich Timm jetzt das geholt, womit wir eigentlich bei uns allen gerechnet hatten und was uns bis gestern komplett verschont hatte: Durchfall Die Nacht war ziemlich uebel fuer ihn, mittlerweile geht es etwas besser mithilfe von Antibiotika und reichlich Fluessigkeit. Die Antibiotika wollten natuerlich heute erstmal besorgt werden, und da gabs dann ein kleines Problem: Die beiden Maedels gingen los und kamen auch erfolgreich mit den Medikamenten zurueck, aber heute ist Feiertag in Indien.

Holi. Holi ist ein hinduistisches Fest. Der Sinn dahinter ist es, mit allen Aergernissen des vergangenen Jahres abzuschliessen und mit allem neu anzufangen. Dazu brauchts natuerlich gute Laune. Und wie macht man sich die hier? Man wirft mit Farbbeuteln, und da werden auch Touris nicht ausgespart. Die beiden waren zum Glueck vorgewarnt und hatten sich dementsprechend billige Klamotten angezogen, die
wohl nie wieder ihre urspruengliche Farbe annehmen werden, aber als die beiden zurueckkamen, waeren wir vor lachen vom Stuhl gefallen....sobald ich kann, liefere ich dazu die Fotos nach, versprochen

Jetzt schauen wir uns einfach mal Delhi an. Fuer Dienstag steht dann das Taj Mahal auf dem Plan, bevor es dann am Mittwoch zurueck nach Deutschland geht.
26.3.05 13:20


Gestern ein schoener Tag zum Entspannen am Strand, heute morgen dann Aufbruch mit dem Bus nach Anjuna - Markttag.
Anjuna ist voller Touristen und schaetzungsweise 90% davon sind auf dem Markt, einheimische Besucher sieht man also de facto nicht...und dementsprechend ist das Angebot: Kleidung, Stoffe, Schmuck, Steine, Gewurze.... Vieel Tand, einige huebsche Sachen, dafuer aber auch extrem aufdringliche Verkaeufer in rauhen Massen, die Ihre Preise jedesmal viel zu hoch ansetzen (locker mal bis zum 10fachen dessen, was man vernuenftigerweise zahlen sollte) und mit denen man dann erstmal ausgiebig feilscht. Dazu dann Taxi- und Rikschafahrer, die einem Ihre Dienste anbieten und - ausgesprochen laestig - Kerle, die mit der Masche "Du hast da was am Ohr" ankommen, dieses dann saubermachen wollen und dann Geld haben wollen - zum Glueck waren wir da vorher gewarnt. Diese Kerle sind allerdings SO aufdringlich, dass selbst ignorieren oft nichts hilft, sondern man muss schon recht deutlich werden und bisweilen beinahe handgreiflich, da die einen auch gerne mal festhalten - wenn man dann allerdings laut und deutlich wird, ist man die Kerle auch wieder los.

Letztendlich hat es schon Spass gemacht, aber als unser Bus uns um 16 Uhr wieder zurueckgefahren hat und wir uns jeder ein paar Sachen gekauft haben war dann auch genug mit "Come see my shop" und "I make good price". Jetzt lassen wir den tag gemuetlich ausklingen bzw werden ein wenig in meinen Geburtstag reinfeiern. Ich behaupte mal, dass es schlechtere Orte als Benaulim Beach in Goa gibt, um so etwas zu tun

Achja, noch etwas, was hier in Indien omnipraesent ist und leider nicht so schoen: Muell.
Muell ist ueberall. Ein Entsorgungssystem gibt es nicht und so schmeisst jeder alles um sich (es bleibt einem einfach nichts anderes uebrig). Das meiste wird dann verbrannt (inklusive Plastik natuerlich), der Rest liegt an den Strassenraendern und auch ueberall sons, lediglich in den touristisch bebauten Gebieten achtet man da etwas mehr drauf. Und so fliegt im Zug die Aluschale fuers Essen genau wie die leere Wasserflasche aus dem Fenster - schade.

Freitag fliegen wir dann von hier aus nach Delhi, duerfte bestimmt interessant und wieder ganz anders werden - erst neulich wurde mir gesagt, Delhi sei mit geschaetzten 25 Millionen Einwohnern die bevoelkerungsreichste Stadt der Welt (keine Ahnung, ob das exakt stimmt, aber gross isses allemal )
23.3.05 14:55


Kovalam war Klasse. 2 Tage relaxen an einem tollen Strand und tollem Wellengang im warmen Ozean, das ganze bei einer Hitze, die Sonnenschutzfaktor 50 und eine Flucht aus der Mittagshitze notwendig gemacht hat. Einfach toll.
Von dort aus starteten wir gestern morgen, um um 10 Uhr morgens unseren Zug von Thiruvananthapuram nach Goa zu nehmen. Die indische Bahn ist meist sehr puenktlich, und sie fuhr auch in unserem fall puenktlich los und lieferte uns recht genau 20 Stunden und ca. 750 km spaeter in Goa ab.

Bahnfahren ist hier ein Erlebnis fuer sich. Die Zuege sind ewig lang und es gibt verschiedene Klassen. Wir entschieden uns fuer die Sleeper Class ohne Air Condition. Bahnfahren ist hier DIE art zu Reisen, vor allem fuer die Inder selbst, weil es sehr billig ist - die Zugfahrt kostete uns pro Person etwa 430 Rupien, also um 7-8 Euro herum. Dementsprechend sind die Zuege, gerade auf Langstrecken, sehr voll, so dass wir froh waren, dass wir unsere Sitzplaetze vorher reserviert hatten. Das war auch rehct problemlos. Jetzt stelle man sich dort die Geraeuschkulisse vor: Leute, die sich unterhalten, Leute, die singen, Kinder, die schreien, Verkaeufer, die ihre Waren im Zug anpreisen, Bettler, die um Geld betteln....ein grosses akustisches Chaos. Nichtsdestotrotz ist die Reise weitestgehend angenehm: Die Verkaeufer sind alle lizensiert und verkaufen lautstark durch den Zug wandernd jede Minute etwas anderes: Chai (Tee), Kaffee, Masala-Chai, verschiedenes Gebaeck, eine Art Gemuesefrikadellen, Kaltgetraenke....fast alles. Auf den Bahnhoefen stroemen dann noch die lokalen verkaeufer fuer die Dauer des halts durch den Zug um Buecher, Zeitschriften und anderes an den Mann zu bringen.

Nachts kann man einige Baenke hochklappen, so dass letztendlich fuer jeden Sitzplatz auch ein Schlafplatz existiert. Wirklich schlafen war fuer uns allerdings nicht angesagt: Einerseits hatten wir durch unsere Gepaeckmassen einen Schlafplatz zu wenig, was Daniela schliesslich um 3 Uhr auf die Suche nach einem anderen freien Platz trieb, zum anderen war da immer noch das Geschaukel, die Geraeuschkulisse, die voll laufenden Ventilatoren direkt ueber dem Bett...letztendlich sind wir also recht muede, aber gluecklich (und dreckig heute morgen angekommen.

Auf der Reise entschieden wir uns dann nach Danielas Reisefuehrer "Lonely Planet" (_sehr_ zu empfehlen) fuer Benaulim Beach, da es ausserhalb der riesigen Touristenressorts wie Anjuna liegt, trotzdem direkt am Ozean und die Fortbewegung in einem kleinen Bundesstaat wie Goa kein Problem darstellt. Also sind wir hier jetzt in einem recht kleinen Hotel (naja, besser in Zimmern) untergekommen, die sehr bezahlbar und dennoch sehr schoen sind und direkt am Strand liegen (Fotos gibts leider erst nach meiner Rueckkehr, hier ist mal wieder eine etwas schlechte Leitung und so...).

Goa ist fuer uns der echte Urlaubsteil der Reise: Wir sind komplett ohne Begleiter, es ist Sommer, Strand und Palmen.
Mit dem Ergebnis, dass wir bereits direkt nachdem wir unsere Sachen auf dem Zimmer hatten heute morgen schwimmen gegangen sind, unser erstes Bierchen zum Fruehstueck getrunken haben und mit Klamotten- und Schmuckverkaeufern gefeilscht haben. (Ich erlaube mir an dieser Stelle, Daniela gleich zweifach zu zitieren:

1. "Hach, Kinners, es ist 1 Uhr nachmittags, ich hab 3 Promille und sitz am Strand in Goa, das Leben koennte schlechter sein"

2. (in der Verhandlung mit einem Verkaeufer) "I like you, I like your family, I like your wife and I even like your Grandmothers feet - now make a good price for that" )

Jetzt ist es kurz nach 18 Uhr und wir gehen gleich abendessen und den Rest des Abends geniessen.

Achja, noch kurz einige Meldung aus indischen Zeitungen und Zeitschriften, die wir hier gelesen haben:

"Elefant toetet versehentlich seinen halter, als dieser das vorgeschriebene Ruecklicht fuer das Tempelfest an dem Tier anbringen wollte"

"Hyaenen ueberfallen Dorf, mehrere Verletzte"

und schliesslich ein Glossar, in dem sich die Schreiberin humoristisch das schlehcte internationale Abschneiden indischer Sportler zu erklaeren versuchte:

"Es liegt halt an den Genen, dass wir Inder im Durchschnitt 33% Koerperfett haben. Und wie wir alle in der Schule gelernt haben, besteht der Mensch zu etwa 70% aus Wasser. Wenn wir jetzt also zu 103% aus Fett und Wasser bestehen, dann bleibt eben kein Platz fuer Muskeln...."

So, ich hab jetzt Hunger - schoene Gruese nach Deutschland von uns allen und bis zum naechsten Mal :-)
21.3.05 13:52


Gestern also Ende der Famulatur und Abschiednehmen. Gegen 13 Uhr wurden wir von einem taxi abgeholt, und die Szene war echt beeindruckend...wir hatten unser Gepaeck gerade eingeladen, da stand am haupteingang die gesamte Belegschaft des Krankenhauses, um uns zu verabschieden, vom Chef bis zu den Student Nurses, insgesamt also etwa 30 Leute, und alle winkten und sagten uns, wie schade es sei, dass wir wegfahren und dass wir unbedingt wiederkommen sollten. Es ist nicht leicht, eine solche Szene zu beschreiben, aber das war ein Abschied, der uns echt schwer gefallen ist, so dass wir uns die eine oder andere Traene wegwischen mussten.

Dann ging es also zum Bahnhof von Kottayam, wo wir uns Tickets nach Trivandrum, der Hauptstadt Keralas kauften. Ein paar Stunden und eine ueberraschend komfortable Zugfahrt spaeter waren wir dann also dort. Die Zuege sind viel unpuenktlicher als in Deutschland, aber der indische Zeitbegriff ist eh sehr dehnbar
Auf der Zugfahrt kommen dauernd Leute durch den Zug, die einem Kaffee, Tee oder Gebaeck verkaufen, an den Bahnhoefen ganze Mahlzeiten. Es gibt zwar Abteile mit Air Condition, das ist aber voellig ueberfluessig, da in den normalen Wagen ueberall Ventilatoren angebracht sind, zu heiss ist es also nicht. Achja, ein aus Deutschland bekanntes "die Tueren schliessen selbsttaetig" gibts natuerlich nicht - die Tueren bleiben naemlich einfach offen. Kann man also einfach mal waehrend der Fahrt sich den Wind um die Nase wehen lassen oder die Landschaft bewundern

Die Nacht verbrachten wir dann recht feuchtfroehlich in einem Hotel in Trivandrum, denn zum weiterreisen war es schon zu spaet - das haben wir dann heute mittag gemacht, und nach nur 16km waren wir dann in Kovalam, einem der suedlichsten Punkte Keralas am indischen Ozean. Leider habe ich hier gerade mal keine Moeglichkeit, Bilder hochzuladen, aber die sind wirklich beeindruckend....wir haben guenstige und gute Zimmer etwa 100m vom Strand entfernt gefunden. Natuerlich sind hier auch andere Touris, aber recht wenige, da hier momentan keine Saison ist (was ich nicht so ganz verstehe...es ist so super hier...). Heute nachmittag war ich also etwa 4 Stunden lang im Ozean schwimmen. Der Wellengang ist vergleichbar mit der Atlantikkueste und es macht riesigen Spass, sich in die Brecher zu werfen. Die ganze Landschaft ist wie gemalt. Hier bleiben wir dann also 2 Tage, dann gehts in einer Marathornzugfahrt gen Norden nach Goa :-)
18.3.05 14:36


Heute ist unsere letzte Nacht hier. Die Rucksaecke sind gepackt und zum bersten gefuellt, morgen werden wir also mit dem Zug nach Kovalam fahren und uns dort ein Zimmer suchen und die Straende geniessen, bevor es weitergeht nach Goa.

Als Abschied haben wir heute fuer die ganze Krankenhausbelschaft ein Mittagsbuffet organisiert, das kam auch sehr gut an - alle kamen (wir hatten ein bisschen Sorge, dass die Schwesternschuelerinnen ausgeschlossen werden koennten, aber das war zum Glueck nicht so.
Es war wirklich schoen und der Chefarzt und R. und M. hatten sogar ein paar Abschiedworte fuer uns, wobei vor allem die von R. sehr bewegend waren.

Das ganze hatte och ein weiteres gutes:
J. ist der Betreiber des Restaurants, in dem wir meistens gegessen haben und wir moegen ihn und seine Familie sehr gern. Leider scheint dieser wirklich herzensgute Mensch in arger finanzieller Bedraengnis zu sein, weil sein Laden leider nicht gut laeuft, obwohl er wirklich leckeres Essen anbietet. Daher hatten wir ihn beauftragt, das Essen fuer die Abschiedsfeier zu organisieren. Das hat auch gut geklappt, das Essen war sehr lecker und alle haben sich offenbar sehr darueber gefreut.

Morgen also noch einmal grosses Abschiednehmen, bevor wir dann am Nachmittag unseren Zug nehmen werden.

Wir freuen uns sehr auf unsere weitere Reise, aber wie immer ist so ein Abschied hier von dem Dorf, dem Krankenhaus und vor allem den vielen lieben Leuten hier auch schmerzlich.

Der naechste Eintrag wird wohl fruehestens aus Goa kommen koennen, also habt ein wenig Geduld
16.3.05 15:23


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